7 klasse Tipps für Influencer Kooperationen

„Hi!!! Macht ihr Kooperationen??? Ich habe 10k Follower auf Instagram. Freu mich! Bye.“ – oft gelesen, oft in den Papierkorb gelegt. Ich habe die letzten Jahre bei einem Unternehmen gearbeitet, das auch Influencer Kooperationen gemacht hat und möchte mit euch nun meine 7 Tipps aus Unternehmenssicht teilen.

  1. Erste Kontaktaufnahme
  2. Überzeuge!
  3. Das Media-Kit
  4. Deine Idee
  5. Arbeite professionell
  6. Kenne deinen Preis
  7. Denke langfristig

1. Erste Kontaktaufnahme

Der erste Kontakt entsteht meistens per E-Mail. Macht euch zuerst schlau, wer euer Ansprechpartner im Unternehmen ist. Hierzu kann man auch ruhig auf den Social Media Kanälen der Firma per Nachricht nach einer E-Mail-Adresse fragen und Interesse an einer Zusammenarbeit andeuten – alles wichtige kommt dann per Mail.
Notiert euch den Namen des Ansprechpartners und achtet darauf, dass ihr ihn auch in der E-Mail immer richtig schreibt. Stellt euch vor, ihr bekommt eine Nachricht, in der euer Name falsch geschrieben steht. Da geht man doch gleich mit einem negativen Gefühl ran. Nicht gut! Duzen oder Siezen? Ich denke, das Duzen vollkommen in Ordnung ist. Sicher gibt es da einige Ausnahmen. Meistens erkennt man das aber auch an der Marke und wie diese öffentlich kommuniziert.

2. Überzeuge!

Die Wahrheit ist leider: auf dich hat keiner gewartet. Bestimmt erhält derjenige zig Mails am Tag, die dringender und wichtiger sind. Deshalb ist es wichtig, kurz, direkt und dennoch ausschweifend zu sein. Es ist ähnlich wie mit Bewerbungen. Man muss auffallen und im Gedächtnis bleiben. Derjenige wird sich vermutlich auch nicht alle deine Social Media Kanäle und Aktivitäten im ersten Step zusammensuchen. Erzähle deshalb etwas über dich, das was du machst und liebst und warum du dich für diese Marke entschieden hast.
Und noch etwas: bitte schickt keine standardisierten Anfragen in Massen raus. Man merkt’s :)

3. Media Kit

Deine Mail ist also eigentlich nur eine Art Anschreiben. Alle wichtigen Zahlen, Fakten und Beispiele packst du am besten in ein Media Kit, welches du der Mail anhängst. Vergiss deine Kontaktdaten und Links zu all deinen Social Media Kanäle nicht.

4. Deine Idee

Wenn du die Chance auf eine Zusammenarbeit erhöhen möchtest, dann habe schon eine bestimmte Idee parat. Nehmen wir an, du bist Modeblogger. Dann schlage dem Kunden vor, z.B. über Frühling-Must-Haves zu bloggen und da gerne 1-2 seiner Teile in einem Outfit-Shooting vorzustellen. Hattest du bereits schon einige Kooperationen laufen, dann verlinke den Beispielbeitrag. So hat der Kunde eine genauere Vorstellung und spart sich eventuell Zeit sich eine Idee mit dir erst auszudenken.

5. Arbeite professionell

Du willst Geld für deine Arbeit? Dann musst du diese auch liefern. Veröffentlichungstermine einhalten, Links richtig setzen, Werbung kennzeichnen und für den Kunden erreichbar sein. Es gibt Unternehmen, die sind da sehr kulant, andere wiederum könntest du als zahlenden Kunden verlieren. Ziel sollte es sein, eine langfristige Zusammenarbeit anzustreben. Und das geht eben nur, wenn du professionell arbeitest und somit Vertrauen beim Kunden schaffst.

6. Kenne deinen Preis

„Wie viel soll ich für einen Instagram-Post oder einen Blogbeitrag verlangen?“ Die Antwort darauf ist wie so oft: es kommt drauf an. Worauf genau? Auf die Größe des von dir ausgewählten Unternehmen. Eine Firma mit 10.000 Angestellten hat womöglich mehr Budget zur Verfügung als eine 10-Mann-Firma. Hinzu kommt deine Reichweite und deine Engagementrate, die besonders bei Micro-Influencern, die eine Nische bedienen, wichtig ist. Also wie viel denn nun? Arbeitest du Vollzeit als Blogger, empfiehlt sich ein Stundensatz von nicht weniger als 65 Euro, um alle deine laufenden Kosten abzudecken. Das dient nur als Richtwert. Ob und wie du dann den Preis anpasst, entscheidest du abhängig von den oben genannten Faktoren. Einfach realistisch sein.

7. Denke langfristig

Es kostet dich doch bestimmt enorm viel Zeit Kaltakquise zu betreiben, oder? Unternehmen aussuchen, Produkte studieren, E-Mails formulieren, Verhandlungen führen. Eine langfristige Zusammenarbeit könnte sich für beide Seiten auszahlen. Du hättest ein festes Einkommen und die andere Seite hat monatlich eine gewisse Reichweite mit dir. Das spart Zeit und somit Geld für alle. Deshalb ist es auch enorm wichtig, ein Produkt oder eine Marke mit Bedacht auszuwählen. Eine, die zu dir passt und hinter der du auch zu 100 % stehst.
Bist du Influencer im Fitnessbereich und arbeitest mit einem Fitness-Food-Unternehmen zusammen? Dann könntest du z.B. für einen festen monatlichen Preis jede Woche ein neues Rezept mit den Produkten posten. Natürlich solltest du auch abklären, ob du in diesem Fall auch Produkte von anderen Food-Marken vermarkten darfst. Ansonsten lass dir die Exklusivität auch vergüten, denn du verzichtest ja damit auf Kooperationen mit deren Mitbewerber.

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